Was ist ein Fernstudium?
Ein Fernstudium ist im eigentlichen Sinne, wie ein ganz normales Studium anzusehen. Der Unterschied ist, dass beim Fernstudium nur relativ wenig Präsenzunterricht stattfindet. So kann ein Beruf oder eine weitere Ausbildung ohne jegliche terminliche Beeinträchtigung fortgesetzt werden. Anstelle der üblichen 500,00 € Studiengebühren pro Semester, werden je nach Schule unterschiedlich hohe, meist monatliche Beiträge erhoben. Im Gegensatz zu einem normalen Studium kann schneller oder langsamer vorgegangen werden. Es gibt einen Vorschlag der Hochschule, in welcher Reihenfolge und zu welchem Zeitpunkt die Prüfungen abgelegt werden sollen. Allerdings kann der Studierende selbst bei Semester-Ende entscheiden, ob er an der jeweiligen Prüfung teilnehmen möchte, oder diese schiebt. Der Zeitrahmen für das Nachholen einer Prüfung ist beim Fernstudium meist wesentlich großzügiger gesteckt als an einer normalen Hochschule. Der Abschluss eines Fernstudiums ist genauso viel Wert, wie der Abschluss an einer regulären Hochschule. Es kann also damit auch ein Materstudium oder ein Doktoratsstudium angehängt werden. Dieses dann auch als Vollzeitstudium, wenn gewünscht.
Akzeptanz eines Fernstudiums
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Fernhochschule akkredititert ist, was bei den meisten der Fall ist. Am Ende des Studiums wird von den Hochschulen ein Bacherlor- oder Diplomzeugnis ausgehändigt. Dieses befähigt den Absolventen im selben Rahmen, wie einen Absolventen einer regulären Hochschule. Die meisten Arbeitgeber akzeptieren einen Abschluss bei einer Fernhochschule genauso gut, wie den einer regulären Hochschule. Einige räumen den Absolventen beim Bewerbungsverfahren sogar einige Vorteile ein, da der Bewerber seinen Abschluss neben dem Berufsleben gemacht hat, und sich nicht nur darauf zu konzentrieren hatte, wie ein normaler Student. Auch die hohe Praxisnähe bei einem Fernstudium kann in einem Bewerbungsverfahren oft den entscheidenden Ausschlag geben.
Wie funktioniert ein Fernstudium?
Bei einem Fernstudium werden den Studenten rechtzeitig vor Semesterbeginn ausreichend Unterlagen in Form von so genannten Studienheften zu gesendet. Darin ist der Stoff der Vorlesungen für das gesamte Semester zusammengestellt. Meist werden die Hefte durch Übungsaufgaben und Beispiele ergänzt. Mit diesen Unterlagen haben die Studierenden ausreichend Material, um sich auf die am Semester-Ende stattfindende Prüfung vorzubereiten. Neben den Studienheften werden auch Präsenztermine angeboten. Diese finden meist samstags im jeweiligen Studienzentrum statt. Dort besteht die Möglichkeit mit den Professoren in persönlichen Kontakt zu treten. Die Professoren halten in Anlehnung an die Unterlagen ihre Vorlesungen, die in der Regel auch Raum für Fragen bietet. Am Ende jedes Semesters findet in den jeweiligen Fächern eine Klausur statt. Diese muss erfolgreich bestritten werden, um einen Schein für das Fach zu erhalten.
Vorteile eines Fernstudiums
Ein Fernstudium bietet zahlreiche Vorteile. Der für viele Studenten entscheidende Vorteil ist, die Flexibilität innerhalb des Studiums. Er kann sich ein Studienzentrum an dem günstigst gelegenen Standpunkt aussuchen. Er ist auch nicht an einen Vorlesungsplan oder an Pflichttermine gebunden. Vor allem aber bleiben bereits Berufstätige Finanziell unabhängig und können ihrem Beruf weiterhin nachgehen. Vor allem der Berufsbegleitende Abschluss bietet die nötige Praxiserfahrung während des Studiums entgegen eines regulären Hochschulabschlusses. Schon vor Erhalt des Abschlusszeugnisses verfügt der Absolvent über eine jahrelange Berufserfahrung. Auch örtlich sind die Fernstudenten nicht gebunden. Wenn ein Umzug ins Haus steht, kann das Studienzentrum einfach gewechselt werden. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Studienzentren innerhalb einer Fernhochschule sind relativ gering. Somit ist ein Wechsel in der Regel kein Problem. |